Diese Ideenansätze sind mit dem Ziel entwickelt worden, sofort ins Handeln zu kommen. Ich bin begeistert zu sehen, dass in so kurzer Zeit so viele grundlegende Themen durchdacht wurden. Mit der Ideenmeisterschaft haben wir Bremer uns auf ein großes Abenteuer eingelassen. Heute sehen wir: Wir alle haben dabei gewonnen
— Kurt Zech, Initiator der Ideenmeisterschaft #MitteBremen und geschäftsführender Gesellschafter der Zech Group
 
 

Bremens Innenstadt | Der Hintergrund

Bremens Innenstadt hat zwei Gesichter: Auf der einen Seite das erhabene UNESCO Weltkulturerbe-Ensemble um den Markt sowie Schnoor und Böttcherstraße, Anziehungspunkte für Bremer und Touristen. Auf der anderen Seite das Areal um das Parkhaus Mitte, mit Rückseiten, 70er Jahre-Kaufhausarchitektur, unterbrochenen Wegebeziehungen und hohem Verkehrsaufkommen. Zwei Seiten einer Stadtmitte, wie wir sie häufig in deutschen Städten wahrnehmen, aber mit typisch bremischen Fragestellungen dahinter. Schließlich geht es um nichts geringeres, als darum, Wege zu finden, um Bremens Innenstadt fit für die Herausforderungen der Zukunft zu machen.

Denn die Welt befindet sich im Wandel. Die Art und Weise wie wir einkaufen, arbeiten, wohnen, reisen und uns in Städten bewegen, verändert sich, alte Rezepte greifen nicht mehr. Welche neuen Entwicklungen, in denen wir alle stecken, werden in unseren Innenstädten sichtbar, anfassbar, erlebbar? Wie soll unsere Mitte heute und morgen, zu Beginn eines neuen Jahrtausends, aussehen? Was soll hier passieren?

 
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Wir brauchen diese offene Annäherung, um neue Funktionen unserer Innenstadt der Zukunft zu denken. Bremens Mitte braucht Eigenständigkeit, Zukunftsfähigkeit und eine funktionierende Mischung aus Handel, Büros, Wohnen und Gastronomie, um auch überregional attraktiv zu sein.
— Martin Günthner, Wirtschaftssenator Bremen
 
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Neue Bündnisse | Die Akteure

Initiiert vom Bremer Unternehmer Kurt Zech in einer Vereinbarung mit dem Bremer Senat sowie weiteren Grundstückseigentümern hat sich in Bremen eine neue Interessens- und vor allem Macher-Gemeinschaft gebildet.
Die neue Allianz wollte die Gestaltung der Mitte Bremen in die Hände nehmen – dialogisch und ergebnisoffen. Gemeinsam arbeiteten sie mit Nutzern und Bürgern, Geschäftsleuten und Gastronomiebetreibern, mit Experten in allen Bereichen des Wandels sowie mit talentierten Architekten und Kreativen zusammen, damit alles betrachtet und einbezogen wurde: Städtische Identität, Einzelhandel, Arbeiten und Wohnen, Wirtschaft, Mobilität und Infrastruktur, öffentliches Leben und Stadtraum, Sport und Gesundheit, Digitalisierung und Transformation, Energie und Nachhaltigkeit, neue Bautechniken, Inklusion und Barrierefreiheit sowie Tourismus, Bildung und Kultur.

 
 

Stadtmitte = Parkhaus Mitte | Das Areal

In der historischen Altstadt stehen konkrete Veränderungen an: alte Mietverträge laufen aus, Gebäude wechseln die Eigentümer und neue Projekte sind in Planung. Die Vision einer zukunftsfähigen Stadtmitte soll Wirklichkeit werden. Die Veränderungen dieses Areals sind jedoch nicht ohne Vernetzung im Zentrum und als Teil der gesamten Innenstadt zu denken. Alle Beteiligten beschäftigten sich deswegen auch mit dem größeren Zusammenhang, in dem das Neue vorangetrieben werden soll.

 
 
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Ein Innovationsprozess | Das Team dahinter

 

Unsere Zeit erfordert ein dynamisches, offenes und co-kreatives Vorgehen. Die Stadt von Morgen braucht eine neue Art Orte zu entwickeln. Die Ideenmeisterschaft setzte dafür den Impuls und hatte die geeigneten Formate. Sie war ein neuer Weg in Stadtplanung, Architektur und Immobilienentwicklung und wurde entwickelt von der Architektin Julia Erdmann mit ihrem co-kreativen Netzwerk JES. Die Ideenmeisterschaft #MitteBremen war ein besonders intensiver, neuer Innovationsprozess: Innerhalb einer Woche wurde mit 45 Experten der Auftakt zu einer gemeinsamen Vision für die Bremer Innenstadt erzielt.