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Die Ideenmeisterschaft hat nicht nur erstmals in Deutschland Querdenker verschiedenster Branchen für ein so zentrales Innenstadtprojekt zusammengeführt, sondern auch gezeigt, dass es möglich ist, in höchster Konzentration und kürzester Zeit zu völlig neuen Ideen zu kommen, die für Bremen sicher zukunftsweisend sein werden.
— Prof. Christiane Thalgott, Vorsitzende des IdeenRats
 

Fünf Teams | Fünf innovative Ansätze

Während des IdeeAthlons vom 11.-13. September stand für die 30 Teilnehmer die Erarbeitung von Lösungsideen für die #MitteBremen im Fokus. 

Hierfür bildeten sie fünf co-kreative Teams, die ihre Entwürfe zur Gestaltung des Stadtlebens und -raumes der Bremer Mitte am Freitag, den 14. September dem IdeenRat präsentierten.

Im Anschluss würdigte der Ideenrat unter Beachtung der folgenden Beurteilungskriterien die erarbeiteten Ansätze: 

Stärkung der Bremer Identität, Vielfalt der Nutzungsideen, Ansätze für zukunftsfähigen Einzelhandel, bequeme Erreichbarkeit der Innenstadt auch ohne Parkhaus Mitte, lebendige Stadträume und Passgenauigkeit einer für Bremen spezifischen Architektur.

Im Rahmen des Innenstadtforums 2019 der Stadt Bremen am 29. Oktober erhalten die Besucher einen Überblick über die Ideenmeisterschaft #MitteBremen und die daraus resultierten Ansätze.

 
 

Folgende Konzeptideen stellten die internationalen Experten in den Fokus:

 
 
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Handel(n)

Die Handelsstadt ist hier sinngebendes Element und Identität für Bremen und die Innenstadt. Unter der Leitidee: „Co-Trading. Invented in Bremen“ werden neue Formen des Handels aus den Erfahrungen des digitalen Commerce in den Stadtraum übertragen. Bremen wird so zu einem digital-realen Marktplatz neuer Handelslösungen. Begleitet wird dieser Ansatz von Mobilitätsansätzen wie zwei großen Logistik-Hubs außerhalb des Zentrums oder Service-Parklotsen, die den täglichen Bedarf der Bremer und Besucher organisieren.

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Gemeinschaft

Hier geht es um die Schaffung eines Ortes für ein lebendiges, zukunftsweisendes Bremer Bürgertum als Fortsetzung des historischen Marktplatzes und als Agora des 21. Jahrhunderts. Leitidee ist „Urbania – eine gemeinsame Idee von Stadt“, vorgeschlagen wird ein marktplatzähnlicher Stadtraum mit freistehenden, öffentlichen Gebäuden. Inhaltlich geht es um die Schaffung einer Vielfalt gesellschaftlicher Nutzungen, die dem „Public Interest“ verpflichtet sind – von klassischem Gewerbe bis hin zu kulturellen, genossenschaftlichen oder politischen Aneignungen des geschaffenen Raums sowie einem Konferenzzentrum.

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Attraktion

Kernpunkt des Entwurfs ist die prozessuale Veränderung der Mitte Bremen mit Zwischennutzungen und Events, die Attraktivität schaffen und für ständige Erneuerung sorgen. „Bremen handelt“ ist die zugehörige Leitidee. Temporäre und permanente Nutzungen wechseln sich ab, wobei die neuen Ankerpunkte rund um das Parkhausareal und die Weser durch ständig wechselnde Attraktionen belebt werden. Mittelfristig ist ein architektonischer Landmark geplant, in dem diese Nutzungskonzepte weitergeführt werden und der Bremen auf die internationale Landkarte setzt.

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Familie

Die Innenstadt soll hier als „Ort der entspannten Urbanität“ entwickelt werden, mit stärkerer Durchmischung und entsprechenden zentralen Nutzungen. Die neuen Stadtbausteine werden kleinteilig gedacht, um neue Durchwegungen und kurze Wege zu schaffen. Private und öffentliche Nutzungen greifen ineinander und schaffen Freiraum-, Wohnungs- und Nachbarschaftsentwürfe für hohe Lebensqualität – u.a. mit vertikalen Gärten, Innovation Labs, Co-Living, Micro-Apartments, innovativen Kultureinrichtungen und neuen Gastronomiekonzepten.

 
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Genussvolles Bremen

Dieser Ansatz betont die Bremer Tradition der Lebensmittelveredlung und als Genuss-Ort. Es entsteht ein neuartiges Gewebe aus Gebäuden und Höfen unterschiedlichster Nutzungsarten, in die Einzelhandel, Gastronomie und Produktion genauso einbezogen werden wie Wohnen und Co-Working. Hinzu kommen neue, autofreie Wegeführungen, um Genuss in der Stadt erlebbar machen und den Stadtraum selbst zu veredeln. Kleinteiligkeit und größere Gebäudeakzente stehen dabei in enger Korrespondenz.